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16.May 2013 14:22  

Maggie: Hallo Katharina! Ich bin seit den Abiprüfungen verzweifelt auf der Suche nach dem passenden Studium für mich. Journalismus an sich finde ich ziemlich interessant, aber jetzt bin ich auf den Studiengang Wissenschaftsjournalismus gestoßen. Allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, was dieser Studiengang beinhaltet. Es wäre eine große Hilfe, wenn ich Antworten auf ein paar Fragen bekäme: Was ist der Unterschied zum Journalismus-Studium? Was gibt es für Anforderungen bzw. was sollte man an Fähigkeiten/Interessen mitbringen? Wie sieht es mit Jobchancen aus, wo wäre es möglich nach dem Absolvieren des Studiums einen Job zu bekommen? Gibt es etwas Beachtenswertes, was besonders an dem Studiengang ist? Kommst du gut mit dem Studium klar? Wem würdest du es empfehlen, wem nicht? Als Zusatzinformation, ich würde gerne an der TU Dortmund studieren. Diese Uni bietet den Studiengang auch an. Hoffentlich kannst du mir helfen, viele liebe Grüße!



Katharina: Hey! Also erstmal: Ich kann dich beruhigen! Mir ging es nach dem Abitur auch nicht viel besser als dir. Ich hatte keine Ahnung, was ich machen soll und bin, wie du, durch Zufall auf den Studiengang gestoßen. Vorab: An der TU Dortmund ist der Studiengang ein wenig anders aufgestellt als bei uns. Beispielsweise kannst du dort eine Vertiefung wählen, also dich etwas spezialisieren. Das geht bei uns nicht. An der Hochschule Darmstadt musst du die Naturwissenschaften alle durchziehen. Beides hat Vor- und Nachteile. Zum konkreten Aufbau des Studienganges erkundigst du dich am besten mal an der TU. Hier siehst du, was man bei uns so macht: http://journalismus.h-da.de/wj/studium/ Unter Verlauf siehst du, was ansteht. Wie du schon ahnen kannst: Wir studieren die Kombination aus Naturwissenschaften und Journalismus und lernen, (natur-)wissenschaftliche Inhalte für den Leser aufzuarbeiten. Wenn du dich gut in neue Themen einarbeiten kannst, ist das sicherlich von Vorteil. Auch Neugierde ist wichtig! Ich komme gut mit meinem Studium klar, schreibe grad an meiner Bachelorarbeit, allerdings muss dir klar sein: Das ist nicht mal eben! Du musst schon relativ viel lernen und man hat auch viel Praktisches, was man tun muss. Sei es Texte, oder aber für andere Kurse etwas filmen oder Audio-Beiträge erstellen. Aber keine Angst, das ist alles machbar:) Du solltest auf jeden Fall gerne schreiben wollen! Aber davon gehe ich jetzt mal aus. Wenn du anfangen willst zu studieren, musst du ein Vorpraktikum absolvieren. Aber dazu findest du auch etwas unter dem Link, den ich oben angegeben habe. Zu den Arbeitsmöglichkeiten: Du kannst bei Zeitungen, Zeitschriften, beim TV, Radio, bei Verlagen oder für Onlinemedien arbeiten. Auf der anderen Seite hast du auch die Möglicheit dich vom Journalismus zu verabschieden und in die PR/Öffentlichkeitsarbeit zu gehen (beispielsweise für Firmen, Forschungseinrichtungen,...). Der Studiengang ist sehr selten, und manchmal kommen Phasen, da denkt man: Oh Gott, ich kann von allem ein bisschen, aber nichts richtig. Das stimmt so aber nicht. Wir sind alle in 90% der Fälle auf Interesse gestoßen. Die Leute wollen wissen: Was machst du da eigentlich? Und wenn du es dann erklärt hast, heißt es: Oh ja, das ist total wichtig. Wissenschaft wird immer mehr in der Gesellschaft diskutiert, und zu vielen Themen geistern eine Menge Halbwahrheiten durch die Köpfe der Menschen. Falsche Informationen können Menschen falsche Hoffnungen vermitteln, oder aber in Panik versetzen. Deswegen ist unser Job so wichtig. So, das war es erst einmal von mir. Frag ruhig weiter, wenn dich noch etwas interessiert. Ich komme übrigens aus NRW und wollte auch gerne nach Dortmund, zu meiner Zeit war da aber der NC mit 1,0 zu hoch... Ich bin hier in Darmstadt aber sehr zufrieden. Übrigens ist das alles in kleinem Rahmen - die Kurse laufen eher im Schulklassenformat, die Profs kennen dich beim Namen, sind immer erreichbar, wenn man Fragen hat.... Kein Vergleich zu vielen anderen Studiengängen! Ganz viele Grüße, Katharina




07.May 2013 01:42  

Ahmed : Ich bin aus Palästina und habe in Berlin deutsch gelernt.Möchte humanmedizin studieren.Aber wo kann ich mich um ein Studienplatz bemühen wo ich auch sicher angenommen werde,denn mein Aufenthalsterlaubnis endet im Januar 2014.Eventuel würde ich auch ins Ausland gehen wo man in der deutschen Sprache studieren kann.Kannst Du mir bitte weiterhelfen?



Robin: Hallo Ahmed. Leider kann ich dir in deiner Situation nicht weiterhelfen, da ich weder fähig bin dir zu sagen, wie du dein Visum verlängern kannst, noch wo du sicher angenommen werden kannst, da es nie 100% sicher ist. Über das Ausland selber kenne ich mich auch nicht sehr gut aus, aber Österreich, Schweiz und Ungarn sollten dann für dich in Frage kommen.




20.April 2013 13:39  

Pilar: Hi, ich bin Austauschschulerin in Deutschland und ich möchte ein paar infos über den medizinische studium in Deutschland. z.B. wie lange dauert es, ab wann darf man in krankenhaus arbeiten oder etwas wie ein praktikum machen. Wie konnen deutsche studenten den studium finanzieren ( mussen die Elter ein grosse Anteil bezahlen oder hat man ein stipendium von dem Staat?)? und noch wie kann ein europäischeschuler ( ich bin italienerin) in Deutschland studieren( gibt es extra test oder extra zertifikaten)?



Anna: Hallo Pilar, schön, dass du dich für das Medizinstudium in Deutschland interessierst. Ich versuche mal deine Fragen möglichst gut zu beantworten: 1) Das Studium dauert 13 Semester, also 6 1/2 Jahre. Es wird in den vorklinischen (4 Semester) und Klinischen Abschnitt (9 Semester) eingeteilt. Die letzten zwei Semester vom klinischen Abschnitt werden als Praktisches Jahr (PJ) bezeichnet, in diesem man ein Jahr lang im Krankenhaus arbeitet. 2) Vor dem Beginn des Studiums oder während der vorklinischen Zeit muss man ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum absolvieren. Da sammelst du deine ersten Erfahrungen im Krankenhaus. Etwas mehr im pflegerischen Bereich, aber da kommt es auch ganz auf das krankenhaus und die Station an. Während dem Klinischen Abschnitt muss man 4 mal 30 Tage eine Famulatur = Praktikum im Krankenhaus bzw. in einer Praxis absolvieren. Die meisten Unis in Deutschland versuchen immer mehr von Anfang des Studiums bis zum Ende den praktischen Anteil und den Patientenkontakt zu fördern. In München hast du ab dem 3 Semester Patientenkontakt. Am Anfang noch wenig, aber es wird dann immer mehr. Im Klinischen Abschnitt kommen dann Blockpraktika zu den einzelen Fächern hinzu. 3) In Deutschland zahlst du an fast keiner Uni mehr Studiengebühren. München (bzw. Bayern) ist im Moment noch das einzige Bundesland mit Studiengebühren von 500€ pro Semester. Diese werden aber wahrscheinlich zum nächsten Semester abgeschafft. D.h. man zahlt nur noch verwaltungskosten und evt. Gebühren fürs Studienticket im Schnitt zwischen 60 und 200€ pro Semester. Dazu kommen dann halt noch die Wohnungs- und Lebenskosten. Deutsche Studenten können Bafög beantragen. Aber sich auch um Stipendien kümmern. Es gibt so viel ich weiß auch Förderungen für ausländische Studenten, aber genau kenn ich mich da nicht aus. Wenn man keine Förderung bekommt, muss man sich selbst durch Eltern oder Nebenjobs finanzieren.Ein generelles Stipendium vom Staat gibt es nicht. 4) Die Seite www.hochschulstart.de beantwortet ziemlich viele Fragen rund um das Bewerbungsverfahren usw. Da steht dann auch, ob und wie du dein Abitur anerkennen lässt.http://www.medi-learn.de/humanmedizin/medizinstudium-vor-dem-studium/ auf der Seite werden auch viele Fragen beantwortet. Wenn du sonst noch irgendwas wissen möchtest, schreib mir nochmal. Ich versuche dir dann gerne weiterzuhelfen. Viele Grüße, Anna




22.April 2013 10:18  

Daniel: Hallo Patrick, ich werde im Juni mit dem Abitur fertig sein und bin nun am überlegen, was ich machen kann/soll. Geographische Themen interessieren mich sehr und ich kann mir durchaus vostellen etwas in diese Richtung zu machen. Meine Frage ist nun, was hat man später wirklich für Berufschancen. Viele schreiben, dass die Chancen eher bescheiden sind und es nötig ist den Master dranzuhängen. Außerdem interessiert mich, was für Themen speziell behandelt werden. Was hast du speziell schon gelernt und fiel es dir schwer oder leicht? Würdest du also jemandem, der geographisch interessiert ist, empfehlen das Studium zu versuchen? Gruß Daniel



Patrick: Hi Daniel, zuerst einmal zum Studium der Geographie in München selbst: Ich bin jetzt im 4. Semester und bereue meine Entscheidung der Studiumswahl nicht. Aufgebaut ist der Studiengang als 2-Fach Bachelor, was konkret heißt, dass du noch ein Nebenfach mit dem Umfang von 30 ECTS zu deinem Hauptstudiengang hinzu wählen kannst, wobei du zwischen Betriebswirtschaftslehre, Biologie, Informatik, Meteorologie, Experimentalphysik, Politikwissenschaft Soziologie, Statistik oder Volkswirtschaftslehre entscheiden kannst. Da die Geographie früher der TU München angehörte, hast du auch dort die Möglichkeit einer Nebenfachwahl (beispielsweise Bodenordnung und Landentwicklung – geht in Richtung der Immobilienwirtschaft). Hierfür solltest du dich dann an die entsprechende Fachstudienberatung wenden. Aufgebaut ist das Studium so, dass dir innerhalb der ersten 2 Semester grundlegende Kenntnisse innerhalb der zwei großen Bereiche der Geographie, sprich der naturwissenschaftlich orientierten physischen Geographie und der gesellschaftswissenschaftlichen Anthropogeographie, vermittelt werden. Hierbei lernst du zum einen die Dynamiken und Prozesse der physischen Umwelt kennen, was bedeutet, dass Themen wie die Klimatologie, Hydrologie und Geologie durchgenommen werden. Hierbei solltest du grundsätzlich ein naturwissenschaftliches Interesse mitbringen, da du um die eine oder andere Formel innerhalb der physischen Geographie nicht herumkommen wirst. Zum anderen werden dir in der Anthropogeographie alle raumbezogenen und gesellschaftswissenschaftliche Aspekte beigebracht. Das heißt, dass es Vorlesungen zu den Themen verschiedener Kulturen mit deren Gesellschaften und Ökonomien, der Entwicklung verschiedener Bevölkerungs- und Wirtschaftsstrukturen sowie miteinhergehenden Problemmustern gibt. Darüber hinaus wirst du in Kontakt mit den Handwerkzeugen eines Geographen kommen – soll heißen, dass du dich mit der Geo-Software GIS, der Statistik-Software SPSS und der Umweltfernerkundungssoftware ERDAS auseinander setzen wirst. Außerdem wirst du im ersten Semester eine komplette Vorlesung Statistik haben, was aber mit einem grundlegenden Matheverständnis machbar sein sollte. Hast du die ersten 2 Semester gut gemeistert, wird dir der Rest des Studiums sicherlich gefallen. Dann geht es in die vertiefende Richtung, du kannst dir nach und nach Schwerpunkte aussuchen, machst erste Erfahrungen im Labor sowie im Gelände, hast die Möglichkeit an vielen Exkursionen teilzunehmen und so Interessensschwerpunkte innerhalb deines Studiums zu entwickeln. Die wenigsten wissen zu Beginn ihres Geographiestudiums, was sie wirklich einmal damit später machen möchten. Doch nach und nach werden die meisten zumindest anhand bestimmter Themen inspiriert. Den Anspruch der Geographie in München halte ich verhältnismäßig für recht hoch, auch was den deutschlandweiten Vergleich angeht. Die Durchfall- und Abbruchquoten liegen besonders in den ersten beiden Semestern relativ hoch, was aber wohl auch damit zusammenhängt, dass viele die Geographie als „Ich weiß nicht was ich sonst hätte studieren sollen“-Fach auswählen und dann doch am Anspruch geographischer Themen scheitern. Soll heißen – der Anspruch ist hoch und gute Noten werden alles andere als inflationär vergeben, aber mit entsprechendem Engagement und Interesse ist es auf jeden Fall möglich, das Studium hier zu meistern. Zu den Berufsperspektiven: Klar, da gibt es Studiengänge, die vielversprechendere Berufschancen bieten, als die Geographie. Eine Schwierigkeit besteht grundsätzlich auch in der Tatsache, dass es in vielen Bereichen des Studiums jeweils Studiengänge gibt, die „Experten“ auf dieser Ebene bereits ausbilden. So gibt es beispielsweise im Bereich der physischen Geographie die Geologen, die Physiker und die Meteorologen und im Bereich der Anthropogeographie die BWLer, Tourismusmanagementabsolventen, Stadtplaner, usw usf., die einem theoretisch auf dem Arbeitsmarkt in ihren jeweiligen Fachgebieten überlegen sind. Wer allerdings mit Engagement in das Studium hinein geht, sich auch mal neben den Pflichtveranstaltungen um Praktika und sonstige Weiterbildung bemüht und sich innerhalb seines Studiums schon Gedanken darüber macht, was ihn interessiert und in welche Richtung es vielleicht mal gehen kann, der sollte später bessere Chancen haben und es sich zum Vorteil machen können, wissenstechnisch interdisziplinär aufgestellt zu sein und so auch große Zusammenhänge zwischen Mensch- und Umweltstrukturen verstehen zu können. Positiv hierfür ist sicherlich die Wahl des passenden Nebenfaches, da du dich so breiter aufstellen kannst, als diejenigen Absolventen anderer Unis mit einem reinen Geographiestudium. Meine Wahl des Nebenfaches ist beispielweise die BWL, da ich mir später einmal eine Vertiefung innerhalb des Projektmanagements bei Umweltfragen genauso vorstellen kann, wie die Gestaltung nachhaltiger und umwelt/-klimafreundlicher Ideen sowohl in Unternehmen als auch in Kommunen. Nicht zu verachten sind außerdem das Engagement für Fremdsprachen und das Erlernen arbeitsmarktrelevanter Softskills. Sieh einfach zu, dass du für deinen Arbeitgeber später einmal ein interessantes Rundumpaket bieten kannst und nicht einer von vielen Geographen bist, der ein Grundstudium, aber sonst eben nichts vorzuweisen hat. Ein Master wird sicherlich einen positiven Einfluss auf deine Berufschancen haben. Aber diese Option und die Wahl eines guten und zu deinen Interessen passenden Masters werden sich eh erst innerhalb des Bachelor-Studienganges entwickeln, insofern würde ich mir hierüber noch nicht zu viele Gedanken machen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen! Das Studium der Geographie in München würde ich grundsätzlich jedem empfehlen, der ein gewisses geographisches Grundinteresse mitbringt, sprich sowohl für naturwissenschaftlich-raumbezogene, als auch für gesellschaftlich-wirtschaftliche Fragestellungen. Man sollte das Studium nicht gerade auf die leichte Schulter nehmen, denn daran scheitern die meisten innerhalb der ersten beiden Semester. Und selbst wenn du nach zwei Semestern merken solltest, dass dieser Studiengang überhaupt nicht das ist, was du dir darunter vorgestellt hast – Es ist kein Abbruch, sein Studium abzubrechen! ;) Auch ich habe vorher unter der Annahme besserer Berufschancen BWL studiert und schnell gemerkt, dass man nur dann gut sein kann, wenn man sich für seine Lerninhalte wirklich interessiert. Folgende Links könnten für dich noch interessant sein: Die Vorstellung des Faches der Geographie in München: http://www.uni-muenchen.de/studium/studienangebot/studiengaenge/studienfaecher/geographie/bachelor/index.html Der Modulplan des Studienganges: http://www.geographie.uni-muenchen.de/department/fiona/studium/bachelor/bachelor_neu/studienaufbau_bachelor/modulplan_bachelorhf_201109.pdf Die Homepage unserer Fakultät für Geowissenschaften: http://www.geographie.uni-muenchen.de/department/fiona/index.php Liebe Grüße, Patrick




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